Mittwoch, 30. Juni 2010

Rückblick Juni 2010


GELESEN: William Boyd, Henning Mankell, Michael Scott, Carlos Ruiz Zafón, Kirsten Boie (Seeräubermoses)
GEHÖRT: endlich mal wieder iPod im Auto
GESEHEN: Flash Forward; "Totgesagte leben länger - Das Comeback der Kernkraft" (Reportage im ZDF, die mich sehr beeindruckt hat)
GETRUNKEN: Tee
GEGESSEN: Kekse, Erdbeeren
GEKOCHT: Tee und sonst nichts besonderes
GEFREUT: Endlich Urlaub!
GEKNIPST: Nordsee
GELACHT: sehr oft
GEÄRGERT: über Überstunden, die ich nicht loswerde
GENÄHT: Madita-Kleider, ein Rock für mich und Haarbänder, die nicht passen ;-)
GEKAUFT: Schuhe, Schuhe und Schuhe
GESPIELT: ich selbst gar nichts, die Kinder dafür umso mehr mit dem iPhone
GEFEIERT: Silberne Konfirmation (mittlerweile als Atheistin, erst die Konfirmation brachte mich damals zum Nachdenken), Kindergartenabschied des Großen

Montag, 28. Juni 2010

Urlaubslektüre

Im Urlaub hatte ich endlich mal wieder Zeit und Muße, ganz viel zu lesen. (Ich war ehrlich gesagt entsetzt, was für Programme via Satellit ausgestrahlt werden. Da ich normalerweise nur aufgezeichnete Sendungen oder DVDs sehe und wir sowieso nur wenige Sender via DVB-T empfangen, ist mir die Entwicklung der Senderlandschaft total entgangen, zum Glück, denn auf solchen Mist kann ich gut verzichten!)


Den neuen Mankell hielt ich bei Erscheinen für ziemlich überflüssig, weil die Wallander-Reihe für mich im letzten Band zu einem Abschluss gekommen ist. Trotzdem habe ich das Buch gelesen und bin immer noch der Meinung, dass man Wallanders Alter(ungsprozeß) nicht wirklich hätte darstellen müssen; das, was ich über Kurt Wallanders weiteren Lebensweg erfahren habe, hätte ich -vielleicht- lieber nicht gewusst ... Der in dem Roman beschriebene Fall hingegen gefiel mir gut und fesselte mich, so dass ich das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen habe; einzig die Verbindung zu Wallanders Tochter Linda war für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.

William Boyd ist ein großartiger Schriftsteller. Diese Bücher erreichen dennoch nicht mein Lieblingsbuch von ihm (“Eines Menschen Herz”), aber ich freue mich, dass ich noch nicht all seine Bücher gelesen habe.
“Brazzaville Beach” spielt in Afrika und erzählt die Geschichte der jungen Forscherin Hope Clearwater, die England nach ihrer Scheidung verließ, um in Nigeria Schimpansen zu beobachten. Boyds Können besteht u. a. darin, dass man sich als Leser für Schimpansen zu interessieren beginnt, für afrikanische Geschichte, Geisteskrankheiten und Mathematik ... Ein rundes, unterhaltsames Buch.
“Die blaue Stunde” beginnt in Los Angeles des Jahres 1936. Die Architektin Kay Fischer wird von ihrem ihr bis dahin unbekannten Vater aufgesucht. Er braucht ihre Hilfe, um die Rätsel seiner Vergangenheit zu lösen. Seine Vergangenheit in Manila Anfang des Jahrhunderts macht den Hauptteil des Buches aus: Salvatore Carriscant ist ein erfolgreicher Chirurg, unglücklich verheiratet, liegt im Clinch mit seinen nach veralteten Methoden operierenden Kollegen, wird in eine Mordserie verwickelt und findet seine große Liebe. Das kann natürlich zu keinem Happy End führen, dennoch kann man das Buch versöhnt und zufrieden zu Ende lesen!

Der vierte Teil von Scotts Nicholas Flamel-Reihe schließt sich nahtlos an Band 3 an, liest sich ebenso zügig und spannend. Ich bin gespannt, wie die Geschichte in nur zwei weiteren Bänden zu Ende gehen wird.

Ein Jugendbuch von Carlos Ruiz Zafón, kurz und spannend. Max kommt mit seiner Familie im Jahr 1943 auf der Flucht vor dem Krieg von der Stadt in ein Strandhaus am Meer. Dieses Haus umgibt eine mysteriöse Geschichte, da vor zehn Jahren das Kind des Hauses im Meer ertrunken ist. Nach der Ankunft am Meer passieren die ersten seltsamen Dinge, Max’ kleine Schwester nimmt eine merkwürdige Katze auf, Max entdeckt einen geheimen Garten mit Statuen, die sich zu verändern scheinen, die kleine Schwester hat einen Unfall ... Er schliesst aber auch Freundschaft mit Jacob, dem Enkel des Leuchtturmwärters. Die Geschichte gewinnt rasch an Spannung und Tempo, ein echtes Gruselbuch für Jugendliche (und Erwachsene). Ich habe es an einem Tag gelesen. 





Gedanken einer Plaudertasche

Unsere kleine Plaudertasche hatte letzte Nacht Nasenbluten. Schreckliches Nasenbluten. Bei ihr ist es manchmal so, dass sie, wenn sie in der Nase bohrt oder kratzt, anscheinend eine Ader verletzt und dann innerhalb kürzester Zeit wahre Sturzbäche an Blut aus ihrem Nasenloch geflossen kommen. 
Letzte Nacht war es wieder soweit, sie kratzte im Schlaf in der Nase, wachte gleich auf und schrie los wie am Spieß. Es dauerte, bis das Bluten weniger wurde; ich bekam diesmal sogar ein wenig Panik, obwohl ich das ja kenne, als ein dicker Klumpen Blut aus der Nase kam ... Danach war dann aber Schluss. 
Als ich sie dann säuberte und umzog, war einer ihrer ersten klaren Sätze: "Das muss ich dann nach den Ferien im Kindergarten erzählen, dass ich Nasenbluten hatte. Blödes Nasenbluten."
Und heute morgen lief sie auch sofort zu ihren Geschwistern, um ihnen von ihrem doofen Nasenbluten zu erzählen. Mir erzählte sie danach, dass sie aber auch Oma und Opa schnell unterrichten müsse.

Freitag, 25. Juni 2010

Ein perfekter Tag im Juni

Ja, der Tag heute war ziemlich perfekt. Vormittags bei angenehm warmen Temperaturen eine nette Radtour mit dem Großen, der viel zu schnell für mich war, weil ich die nicht so leichten Kleinen im Anhänger hatte. 
Mittags gab es zum Nachtisch Joghurt mit leckeren Erdbeeren. Hmmm.
Nachmittags spielten die Kinder harmonisch mit Besuchskindern im Garten, während die Erwachsenen sich Rhabarberkuchen munden liessen. Hmmm.
Und zum Abendessen gab es noch den letzten hiesigen Spargel der Saison. Hmmm.


Heute fällt mir mal wieder auf, wie sehr ich unsere Jahreszeiten liebe. Juni mit Erdbeeren, Spargel und Rhabarber bei mildem, frühsommerlichen Wetter ... hmmm, einfach herrlich! 

Donnerstag, 24. Juni 2010

Kindergartenabschied

Für meinen Sohn war es heute soweit: er hatte seinen letzten Tag im Kindergarten. Ich hatte vorher befürchtet, weinen zu müssen, war doch die Verabschiedung der Schulkinder in den letzten Jahren, als es mich eigentlich überhaupt nicht betraf, schon eine zu Tränen rührende Sache. Ich konnte mich immer noch gerade so beherrschen. 
Aber heute? Nichts. Ich war ganz cool, die Veranstaltung war auch nicht rührend, vielmehr wussten die Hauptakteure oftmals überhaupt nicht so genau, was sie überhaupt tun wollten oder sollten.
Nach den Ferien beginnt dann also ein neuer Abschnitt (übrigens in der für uns etwas weiter entfernten Schule, die dafür näher an meinem Arbeitsplatz liegt und die uns vermutlich etwas weniger Nerven kosten wird) und ich kann mir meinen kleinen Chaoten, egal wie sehr er zur Zeit Lesen und Rechnen übt, überhaupt noch nicht als Schulkind vorstellen ... 

Mittwoch, 23. Juni 2010

Dänemark

Wir sind schon seit einigen Tagen zurück aus dem Urlaub, aber nachdem wir angekommen sind, mussten wir entsetzt feststellen, dass unser Telefon- und Internetanschluss gestört waren ... Gestern wurde es dann gerichtet und ich bin endlich wieder online! 


An Dänemarks Nordseeküste ist es wunderschön, aber auch sehr windig. Das Wetter war sehr durchwachsen: am Anfang regnete es, dann gab es sehr stürmisches Wetter, danach tagelang Sonnenschein mit viel Wind und am letzten Tag war es so windig, dass die Kinder nicht nach draußen wollten. Alles in allem hat es uns aber gut gefallen, wir hatten ein tolles Haus in Strandnähe, die Kinder liebten den Whirlpool und konnten ihre Drachen steigen lassen.


Hier ein paar Impressionen:


Bei Regen:

Bei stürmischem Wetter:





Endlich Sonne (und Wind):







Die Drachen:

Samstag, 19. Juni 2010

It's Grim Up North



Der Spruch passt haargenau auf Dänemarks Nordseeküste im Juni, selbst bei schönem Wetter:




Mehr davon und anderen Dingen, wenn ich wieder über eine vernünftige Internetverbindung verfüge.