Montag, 28. Juni 2010

Urlaubslektüre

Im Urlaub hatte ich endlich mal wieder Zeit und Muße, ganz viel zu lesen. (Ich war ehrlich gesagt entsetzt, was für Programme via Satellit ausgestrahlt werden. Da ich normalerweise nur aufgezeichnete Sendungen oder DVDs sehe und wir sowieso nur wenige Sender via DVB-T empfangen, ist mir die Entwicklung der Senderlandschaft total entgangen, zum Glück, denn auf solchen Mist kann ich gut verzichten!)


Den neuen Mankell hielt ich bei Erscheinen für ziemlich überflüssig, weil die Wallander-Reihe für mich im letzten Band zu einem Abschluss gekommen ist. Trotzdem habe ich das Buch gelesen und bin immer noch der Meinung, dass man Wallanders Alter(ungsprozeß) nicht wirklich hätte darstellen müssen; das, was ich über Kurt Wallanders weiteren Lebensweg erfahren habe, hätte ich -vielleicht- lieber nicht gewusst ... Der in dem Roman beschriebene Fall hingegen gefiel mir gut und fesselte mich, so dass ich das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen habe; einzig die Verbindung zu Wallanders Tochter Linda war für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.

William Boyd ist ein großartiger Schriftsteller. Diese Bücher erreichen dennoch nicht mein Lieblingsbuch von ihm (“Eines Menschen Herz”), aber ich freue mich, dass ich noch nicht all seine Bücher gelesen habe.
“Brazzaville Beach” spielt in Afrika und erzählt die Geschichte der jungen Forscherin Hope Clearwater, die England nach ihrer Scheidung verließ, um in Nigeria Schimpansen zu beobachten. Boyds Können besteht u. a. darin, dass man sich als Leser für Schimpansen zu interessieren beginnt, für afrikanische Geschichte, Geisteskrankheiten und Mathematik ... Ein rundes, unterhaltsames Buch.
“Die blaue Stunde” beginnt in Los Angeles des Jahres 1936. Die Architektin Kay Fischer wird von ihrem ihr bis dahin unbekannten Vater aufgesucht. Er braucht ihre Hilfe, um die Rätsel seiner Vergangenheit zu lösen. Seine Vergangenheit in Manila Anfang des Jahrhunderts macht den Hauptteil des Buches aus: Salvatore Carriscant ist ein erfolgreicher Chirurg, unglücklich verheiratet, liegt im Clinch mit seinen nach veralteten Methoden operierenden Kollegen, wird in eine Mordserie verwickelt und findet seine große Liebe. Das kann natürlich zu keinem Happy End führen, dennoch kann man das Buch versöhnt und zufrieden zu Ende lesen!

Der vierte Teil von Scotts Nicholas Flamel-Reihe schließt sich nahtlos an Band 3 an, liest sich ebenso zügig und spannend. Ich bin gespannt, wie die Geschichte in nur zwei weiteren Bänden zu Ende gehen wird.

Ein Jugendbuch von Carlos Ruiz Zafón, kurz und spannend. Max kommt mit seiner Familie im Jahr 1943 auf der Flucht vor dem Krieg von der Stadt in ein Strandhaus am Meer. Dieses Haus umgibt eine mysteriöse Geschichte, da vor zehn Jahren das Kind des Hauses im Meer ertrunken ist. Nach der Ankunft am Meer passieren die ersten seltsamen Dinge, Max’ kleine Schwester nimmt eine merkwürdige Katze auf, Max entdeckt einen geheimen Garten mit Statuen, die sich zu verändern scheinen, die kleine Schwester hat einen Unfall ... Er schliesst aber auch Freundschaft mit Jacob, dem Enkel des Leuchtturmwärters. Die Geschichte gewinnt rasch an Spannung und Tempo, ein echtes Gruselbuch für Jugendliche (und Erwachsene). Ich habe es an einem Tag gelesen. 





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