Kaum war ich wieder zu Hause und wollte mich zum Laufen umziehen, rief der Kindergarten an: Die Plaudertasche sei gestürzt, würde weinen und sich nicht beruhigen. Ich fuhr also zum Kindergarten, um sie abzuholen. Sie war wirklich komplett hysterisch und ich erfuhr, dass sie im Bewegungsraum aus ziemlicher Höhe auf dem harten Boden gelandet war, an ihrer Stirn bildete sich eine riesige Beule. Als manchmal etwas sorglose Mutter versuchte ich erst einmal, sie abzulenken. Ohne Erfolg. Als sie dann anfing, zu erbrechen, machte ich mir umso mehr Sorgen. Ende vom Lied: Wir fuhren ins Krankenhaus und uns wurde empfohlen, sie für zwei Tage zur Beobachtung im Krankenhaus zu lassen. Natürlich nicht allein.
Zum Glück ging es ihr nach ein paar Stunden etwas besser, musste sich aber noch nach den strengen Krankenhausregeln richten. Erst am Dienstag durfte sie wieder sitzen und aufstehen. Am Mittwoch durfte(n) sie (wir) das Krankenhaus verlassen und ich musste feststellen, dass es dort viel erholsamer als zu Hause war ;-)
Auch wenn wir anfangs zweifelten, bin ich nun froh, dass ich mit ihr im Krankenhaus war, zu Hause wäre es sehr schwierig gewesen, ihr die nötige Ruhe zu verschaffen. Und ab dem zweiten Tag fand sie es auch OK, weil sie endlich mal das iPad hemmungslos benutzen durfte.
Ich bin prinzipiell kein Freund von Nintendo & Co., aber in diesem Fall war dieses Teil mit den wirklich kindgerechten Spielen (Steckbrettchen, Malspielen, Klavier etc.) Gold wert. Wenn ihre technikbegeisterte Schwester das erfährt, macht sie gleich morgen einen Kopfsprung vom Klettergerüst ;-)
Und seit heute haben wir wieder Alltag, die Plaudertasche soll sich nur ein wenig schonen, darf aber schon wieder in den Kindergarten (und ich zur Arbeit).





