Nachdem ich schon die ersten sieben Bände von Arne Dahls auf zehn Bände angelegter Reihe (in guter skandinavischer Tradition von Sjöwall/Wahlöö und Mankell)* gelesen hatte, fühlte ich mich verpflichtet, auch das achte Buch um das schwedische A-Team zu lesen. Zum Glück habe ich vom Verlag ein Lese-Exemplar bekommen, denn ich war zunächst skeptisch und überlegte schon, die Reihe nicht mehr zu verfolgen ...
Das Privatleben der lieb gewonnenen Ermittler bleibt diesmal ein wenig auf der Strecke, die Themen Pädophilie, Internet, Geheimgesellschaften gab es auch schon häufiger, dennoch handelt es sich um einen guten Krimi mit fast perfekt konstruierter Handlung, deren verschiedene Stränge alle zu einem echten Show-Down zusammenlaufen. Im Gegensatz zu Karin Fossums "Wer anders liebt", in dem man sehr in die kranke Gedankenwelt eines Pädophilen eintaucht, ist das Thema Pädophilie (für Mütter) erträglich dargestellt. Die Handlung bietet ein paar unerwartete Wendungen und spannende Aspekte, so dass ich mich am Ende des Buches auf die letzten beiden Teile der Reihe freue und immer noch hoffe, dass aus Kerstin Holm und Paul Hjelm vielleicht doch noch ein Paar wird.
* Auch Stieg Larsson hatte zehn Bände geplant, ein Jammer, dass er so früh verstarb; ich hoffe, dass das letzte, fast vollendete Manuskript noch veröffentlicht wird, wenn seine Erben ihre Streitereien beendet haben.
Mankell ist allerdings von seinem ursprünglichen Vorhaben abgewichen und hat seine Wallander-Reihe gerade fortgesetzt.

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