Mittwoch, 20. Januar 2010
William Boyd: Einfache Gewitter
Der junge, frisch geschiedene Klimatologe Adam Kindred lernt zufällig nach einem Vorstellungsgespräch in London den Wissenschaftler Philipp Wang kennen. Dieser lässt seine Aktentasche zurück, die ihm Adam nach Hause zu bringen anbietet. Dort angekommen, findet er die Leiche Wangs und er selbst wird plötzlich zum des Mordes verdächtigten und von einem Killer gehetzten Gejagten. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es ihm, unterzutauchen und als Obdachloser, ohne Spuren in der digitalisierten und überwachten modernen Welt zu hinterlassen, wieder Fuß zu fassen. Wie er dieses neue Leben meistert, ist grandios beschrieben worden. Alles wirkt sehr glaubwürdig und plausibel, William Boyds Sprache fesselt und ist niemals trivial. Ein ganz toller Schriftsteller!
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