"Control", dieser Film über den Joy Division-Sänger Ian Curtis hat mich zutiefst beeindruckt. Schwarz-weiß fängt Regisseur Corbijn die späten siebziger Jahre in Mittelengland perfekt ein. Sam Riley verkörpert Curtis beeindruckend gut, sogar der Gesang im Film ist von ihm und ist unglaublich nah am Original.
Die Tragik: Curtis' erleidet seinen ersten epileptischen Anfall nach Joy Divisions erstem Konzert in London. Er ist mit allem früh dran, frühe Heirat, frühe Vaterschaft, früher Erfolg, früher Tod ... Wegen seiner Epilepsie muss er Medikamente nehmen, deren Nebenwirkungen Depressionen sind. Er ist verheiratet mit Debbie, verliebt sich in die Belgierin Annik, kann sich nicht entscheiden, ist hin- und hergerissen, will beide, aber seine Frau reicht die Scheidung ein. Einen Tag vor der ersten Amerika-Tournee erhängt er sich, mit 23 Jahren ...
Diesen Film schaue ich bestimmt noch einmal an. Und meine alten Joy Division-CDs werde ich noch einmal ganz bewusst anhören.
Sowieso ist mir erst jetzt aufgefallen, wie sehr Joy Division bzw. Ian Curtis mich an andere Künstler erinnert: David Bowie, Jim Morrison, Bauhaus, New Order (natürlich), Editors (eine ähnlich tiefe Stimme) ... Und auf den nächsten Film von Sam Riley bin ich sehr gespannt: "On the Road", die Verfilmung des Kultbuchs von Jack Kerouac (mit autobiographischen Zügen), dessen Werke mich eine Zeit lang sehr beschäftigt haben.

1 Kommentar:
Das Bild, welches nun das Filmposter ist, hing lange Zeit in Postergröße im Zimmer eines sehr guten Freundes von mir. Du hast mir gerade einen backflash allerersten Grades beschert ... Über Joy Division haben wir uns ja bereits ausgetauscht und der Film interessiert mich sehr. Danke!
Liebe Grüße
Barbara
Kommentar veröffentlichen